ID der aktuellen Seite: 101
18.04.2019

Gemeinnützige Stiftungen und Regierung bekämpfen Sklaverei

Mit der Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrags formalisierten die drei gemeinnützigen Stiftungen Hilti Familienstiftung, Medicor Foundation und Tarom Foundation am 15. April ihre Unterstützung für die „Liechtenstein Initiative“. 

 

Verhinderung illegaler, grenzübergreifender Geldflüsse

Der Finanzplatz Liechtenstein soll dazu beitragen, moderne Sklaverei und Menschenhandel zu bekämpfen. Heute leben über 40 Millionen Menschen in Knechtschaft, werden in Zwangsarbeit ausgenutzt oder leiden unter einer Form der Leibeigenschaft. Durch die «Liechtenstein Initiative» werden Finanzinstitute für die Problematik illegaler Finanztransaktionen sensibilisiert. Insbesondere erarbeitet eine internationale Expertenkommission einen Massnahmenkatalog für den globalen Finanzsektor zur Bekämpfung von moderner Sklaverei und Menschenhandel.

 

Partnerschaft mit Regierung und Finanzsektor

Bei der handelt es sich um eine Public-Private-Partnership der liechtensteinischen Regierung, der LGT Bank, dem Bankenverband und die drei gemeinnützigen Stiftungen Hilti Familienstiftung, Medicor Foundation und Tarom Foundation. Die Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS) engagierte sich massgeblich bei der Vernetzung mit Stiftungspartnern. Internationaler Partner der „Liechtenstein Initiative“ ist das „University Centre for Policy Research“ der Vereinten Nationen. Die Initiative wird auch von den Niederlanden und Australien mitgetragen.

 

Gemeinnützige Stiftungen engagieren sich

Mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags wollen die drei gemeinnützigen Stiftungen einen konkreten Beitrag zur Bekämpfung von moderner Sklaverei und Menschenhandel leisten. Die Unterzeichnungszeremonie wurde auch für einen Austausch mit dem Ministerium für Äusseres genutzt. Das Ministerium berichtete über das jüngste Treffen der „Liechtenstein Initiative“ in Sidney, Australien, das sich auf die Innovationen des Finanzsektors und auf den asiatisch-pazifischen Raum konzentrierte. Sowohl die gemeinnützigen Stiftungen und die VLGS als auch das Ministerium für Äusseres brachten ihre Erwartung nach einem möglichst konkreten Massnahmenkatalog zum Ausdruck. Ziel ist die Erstellung eines praktikablen Werkzeugs für die Akteure des globalen Finanzsektors.

 

In den Medien:

 

Wirtschaft regional, 20. April 2019

 

Liechtensteiner Volksblatt, 20. April 2019